Développer une posture de neutralité ?
Avantages et limites d’une tâche reposant sur le couple émique/ étique
DOI:
https://doi.org/10.26034/fr.zfrk.2025.7665Schlagworte:
Développer une posture de neutralité, Avantages et limites d’une tâche reposant sur le couple émique/ étiqueAbstract
Welche Form von Neutralität ist im Rahmen der Schule zulässig, wenn Religionen behandelt werden? Die Religionsgeschichte und -wissenschaft wie auch die übrigen Geistes- und Sozialwissenschaften stützen sich häufig auf die gängige Unterscheidung zwischen emischen Diskursen, also den Diskursen einer Gruppe über ihre eigene Tradition, und etischen Diskursen, die sich von außen mit dieser Tradition befassen. Dadurch lassen sich die jeweiligen Rollen der beiden Diskurstypen und ihr Stellenwert für die Analyse und Erklärung religiösen Verhaltens besser verstehen. Anstatt Neutralität mit der etischen Perspektive gleichzusetzen, scheint sie uns auf epistemologischer Ebene in einer Haltung zu liegen, die sich der „etisch/emisch“-Dialektik bewusst ist und beiden Diskursen einen angemessenen Platz einräumt. Der pädagogische Nutzen dieser Unterscheidung ist weniger offensichtlich. Ist dies nicht genau die Art von Unterscheidung, die man nur dann effektiv einsetzen kann, wenn man bereits über fundierte Kenntnisse über die betreffenden Traditionen verfügt, anstatt sie als Hilfsmittel zum Erwerb dieser Kenntnisse zu nutzen? Besteht in einem Ausbildungsumfeld nicht die Gefahr, dass dieser Gegensatz mehr Verwirrung stiftet als Klarheit schafft? Ausgehend von einer Aufgabe, die Lehramtsstudierenden im Kanton Waadt gestellt wurde, lässt sich anhand einer Übersicht ihrer häufigsten „Fehler” aufzeigen, wo die Schwachstellen eines solchen Ansatzes liegen. Die Schwierigkeiten, denen diese angehenden Lehrpersonen manchmal begegnen, wenn es darum geht, Neutralität zu definieren, sind nicht konzeptioneller oder kognitiver Natur, sondern resultieren aus einem Konflikt zwischen den verschiedenen Werten, die in der Schule eine Rolle spielen (Gleichbehandlung, Inklusion, Rationalität usw.). Dabei besteht das Ideal der Neutralität nicht darin, diese gleichwertig zu behandeln, sondern in den Vorteilen der Distanz selbst.
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